Spitzenweine aus dem Oberwallis
Vin d'oeuvre

Isabella und Stéphane Kellenberger keltern auf ihrem familiären Weingut in Leuk 17 verschiedene Weine aus autochthonen und internationalen Rebsorten.

Tritt ein in unsere persönliche Weinwelt und entdecke unsere Vielfalt.


Das Jahresziel: Die Einkellerung

Des Winzers Weinjahr dreht sich um ein absolut existenzielles Ziel: Die Einkellerung der Trauben zur Kelterung von Wein.
Das mag jetzt sachlich banal klingen, ist aber komplex, denn das Ziel Trauben einzukellern unterliegt vielen unbeeinflussbaren Faktoren, oftmals dem Wetter. Letztes Jahr zu regnerisch wurde ein Grossteil der Ernte durch den falschen Mehltau vernichtet. Auch der Frost, der durch die Klimaerwärmung neuerdings jedes Frühjahr zu Spannungen führt, ist ein Faktor, der nur minimal beeinflusst werden kann. Und auch der Hagel könnte uns bei den sommerlichen Temperaturen einen Teil der Ernte beschädigen oder sogar vernichten.
Guter Wein entsteht grundsätzlich im Rebberg, weshalb die Arbeiten dort mit viel Sorgfalt und ebenso rigoros durchgeführt werden müssen.
Ebenso ist die Wahl der richtigen Saisonniers jeweils eine Lotterie, wer keine Lust hat, die strengen Arbeiten im Rebberg zu verrichten, bleibt entweder im Schatten sitzen oder läuft davon. Wenn die Laubarbeiten nicht rechtzeitig erledigt werden, kann das zu einem erhöhten Krankheitsdruck im Rebberg führen. Mitarbeitende, die treu zur Stelle sind und auf welche Verlass ist, sind rar und unersetzlich. Wir haben seit 4 Jahren Felix, der uns in die Reben begleitet und mittlerweile die saisonalen Arbeiten sowie den Standort und die Eigenheiten unserer verschiedenen Parzellen auswendig kennt. Eine Perle von einem Mann, immer fröhlich, welcher immer unglaubliche und lustige Geschichten zu erzählen weiss, die gerade zur Erntezeit für gute Stimmung sorgen.

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Ein unkompliziertes
Grill-Zmittag im Rebberg.

 

Jetzt, im August, haben wir den Endspurt vor Augen, bei dem es um die Details geht:

  • Wie weit sind die Trauben in ihrer Reife? Wie verhalten sich Oechslegrad, pH, die phenolische Reife (Gerbstoffe) und Säurewerte? Mit diesen Fragen ermitteln wir den idealen Erntezeitpunkt jeder Traubensorte.
  • Gibt es Bedrohungen, wie die Suzukii-Fliege oder tagelanger Regen, wo man die Ernte doch früher einholen müsste?
  • Wie werden die Trauben gekeltert, die in den Keller gelangen? Welche Art der Vinifikation wählen wir, um den Wein zu machen, den wir vor Augen haben? Barrique (Neuholzanteil) oder Stahltankausbau?
  • Was machen wir, wenn der Strom ausfällt, der Motor der Presse aufgibt oder einer von uns - oder noch schlimmer - beide an Covid-19 erkranken oder sich jemand ernsthaft verletzt? Brauchen wir einen Plan B?
  • Laufen die Maschinen? Alles wird vorgängig gereinigt und getestet. Man könnte jeweils vom Boden eines Weinkellers essen, so blitzblank ist die Einrichtung, bevor es losgeht.
  • In welchen Tank, kommt welcher Wein? Aufgrund von Ertragsschätzungen müssen die Gebinde schon vorgängig zugewiesen werden, sonst fehlen plötzlich Behälter während der Kelterung.
  • Haben wir das benötigte Material für die Kelterung zur Hand? Filtererde, Hefe, SO2, Enzyme und Analyseprodukte müssen vorgängig organisiert werden.
  • Haben wir genügend Leute für die Ernte? Was kochen wir in welchen Mengen und wer kümmert sich vorgängig um den Einkauf? Wo bringen wir die Leute unter?

Die Ernte ist eine logistische Herausforderung, bei der nicht nur die beruflichen Aspekte einfliessen, sondern ebenso die privaten; schliesslich haben wir noch Kinder und die haben neben zahlreicher Hobbies anderweitige Bedürfnisse.

Heuer startet die Weinlese bereits gegen Ende August und wird bis in den Oktober dauern.
Wir freuen uns auf eine gesunde und hoffentlich ertragreiche Lese.

 

 

 

 

 

 

 

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